Es ist schon eine halbe Ewigkeit seit Guinness und ich unser Leben gemeinsam verbringen. Hier findet ihr unser Tagebuch, von Beginn an.. (ganz nach unten scrollen) bis Herbst 2008. Mit Gimlis Umzug auf die Fohlenweide hab ich die beiden "Tagebücher" Tinkererlebnisse und Gimlis Ausbildung geführt.
Herbst 2008
Im Oktober brachte ich Gimli of Gallifrey auf die Fohlenweide. Leider war er da nicht wirklich "zuhause" und so kam er an seinen neuen Aufzuchtsplatz bei Nicole Riech: www.irishcob-riech.de Nun wird er am selben Ort wie Shiva aufwachsen und mit seinen Halbbrüdern und anderen Tinkern toben können. Herzlichen Dank an Nicole, dass sie so spontan bereit war Gimli bei sich aufzunehmen und ihm die liebevolle Aufzucht zu bieten, die ich ihm wünsche. Er wird mit Aidan und Skywalker of Ireland eine unbeschwerte Jugend geniessen dürfen. Es ist eine Freude den vielen Tinkern zu zuschauen.
Im September war die Zuchtschau des SCS. Ein gelungener Auftritt von Sonja und Rolf. Mir hat meine Nervosität mal wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht und ich bin krank ausgefallen. Für das, dass die beiden nie geübt haben, bin ich total zufrieden mit Gimlis 10. Rang. Ganz toll gemacht. Danke an die Beiden. Die genauen Infos zu seinem Abschneiden hier: Gimli (wird noch bearbeitet)
Mit Guinness und Gryffindor läuft es auch super. Nachdem wir Shiva verkauft haben und aufgrund der veränderten Haltungsbedingungen haben wir uns entschlossen Gryffindor zu kastrieren, damit wir Guinness und Gryffindor künftig gemeinsam halten können. Die Entscheidung dazu ist mir schwer gefallen, war Gryffindor doch als Hengst schon absolut problemlos im Umgang. Leider konnte nur wenig Gefriersperma gewonnen werden, welches wir für den "Notfall" archivieren liessen. Wir wurden im Dalchenhof in Brittnau sehr kompetent betreut. Vielen Dank.
Wenn ich meine beiden Tinker nun gemeinsam auf der Weide stehen sehe, weiss ich, dass es die richtige Entscheidung war, diesen ausserordentlich Hengst kastrieren zu lassen um ihm ein möglichst artgerechtes Lebe in meiner Herde bieten zu können.
Guinness ht das Absetzen sehr gut überstanden und ist wieder meine gewohnte Teletubby-Dame. Ich geniesse es unglaublich wieder mit ihr zu arbeiten und sie zeigt unglaublichen Elan und Ehrgeiz bei der Arbeit. Ich bemerke, dass ich sie unglaublich vermisst habe.. meine Lady.
Dank Sonja, kann ich momentan viel Zeit für Guinness aufbringen, da sie sich sehr intensiv um Gryffindor kümmert - was er total geniesst. Ich finde es wunderbar, dass die beiden sich gesucht und gefunden haben und solche Fortschritte in der gemeinsamen Arbeit machen. Herzlichen Dank Sonja, ich freue mich immer auf unsere gemeinsamen Ausritte.
Sommer 2008
Fleissig, fleissig trifft es wohl am besten.. Mit Gryffindor arbeite ich fleissig an der Dressur nach Ph. Karl. Ich habe ihn noch nie so begeistert an der Arbeit erlebt. Jede Woche lernen wir wieder einen neuen Schritt auf dem Weg zum harmonischen Reiten, wie ich es mir immer gewünscht habe. Guinness hat noch immer Weidepause mit Gimli. Natürlich arbeite ich auch mit den Beiden, jedoch beschränkt sich das ganze auf: Lernen am Strick zu laufen, Angebunden zu sein, Putzen, Hufe geben etc. Sobald Gimli im Oktober auf der Fohlenweide in Berg TG ist, wird mit Elisabeth helfen Guinness wieder aufzubauen und auch mit ihr an der Ausbildung nach Ph. Karl arbeiten. Gimli hat im August endlich seinen vollständigen Namen erhalten. Nachdem von verschiedener Seite bemängelt wurde, dass "nur" Gimli zuwenig nach künftigem Zuchthengst tönt, habe ich mich entschlossen Gimlis Namen mit Gimli of Gallifrey zu vervollständigen. Ich denke das passt super zu dem kleinen Herzensbrecher, der übrigens auch schon 1.23 m misst. Ich bin schon sehr gespannt auf die Zuchtschau im September. Von Shiva haben wir uns leider wieder trennen müssen. Nachdem Gimli da war, mussten wir uns entscheiden, ob wir uns von Gimli oder Shiva trennen möchten, da 4 Tinker einfach zuviele waren. Da Shiva für uns auch etwas klein war, haben wir uns entschieden Gimli of Gallifrey als künftigen Zuchthengst aufzuziehen. Auch weil wir uns von unseren Fohlen offenbar nicht trennen können, war das sicherlich die richtige Entscheidung, da wir Shiva als Zuchtstute hatten einsetzen wollen.
Herbst 2007 bis Frühling 2008
Wir sind im Herbst 2007 nach Frauenfeld TG umgezogen. Wir geniessen unseren neuen Stall sehr, ich die Halle und die Tinkers den täglichen Weidegang. Das Ausrittgelände ist der absolute Oberhammer - Rasen soweit das Auge reicht... und man darf drauf!
Seit unserem Umzug werden wir von einer neuen Reitlehrerin, Elisabeth Frei, unterrichtet. Sie ist eine Offenbarung... Gryffindor und ich haben Freude an der klassischen Dressur entwickelt und wir machen grosse Fortschritte. Bilder einer Reitstunde findet ihr im Fotoalbum. Endlich habe ich die Art zu Reiten für mich gefunden, die genau das ist, was ich mir immer erträumt habe.
Seit Herbst ist Guinness RB nicht mehr bei uns. Auch hat sie sich entschieden, dass es noch nicht Zeit für sie ist, ein Fohlen zu erwerben, also werden wir für Guinness Fohlen einen anderen guten Platz suchen, wenn es an der Zeit ist...
Jedoch hatte ich Glück im Unglück. Ich habe eine super tolle RB für Gryffindor gefunden. Die beiden sind ein perfektes Team. Gryffindor hat in ihr "seinen" Menschen gefunden. Es ist wunderschön zu sehen wie gut die beiden harmonieren. Da bleibt nur "danke" zu sagen, dass sie sich so gut um ihn kümmert und mich so tatkräftig unterstützt.
Wir waren Anfang März 08 an der Hengstschau des SCS mit Gryffindor. Manuela hat ihn das 1. Mal geritten vorgestellt. Fotos findet ihr auf der Deckanzeige und im Fotoalbum.
Am 29.3.2008 ist Guinness Fohlen zur Welt gekommen. Alles darüber hier: Gimli
Februar - Mai 2007
Die Geschichte von Guinness und ihrer Trächtigkeit habe ich separat aufgeschrieben. Hier findet ihr alles weitere.
Gryffindor wird zur Zeit wieder durch seine Bereiterin, Manuela, bewegt. Er hat unglaubliche Fortschritte gemacht. Es ist beeindruckend... Weitere Bilder von einer Reistunde in unserem Fotoalbum. Mitte Mai 2007 war wieder eine Stute bei uns. Eine ganz hübsche Mix-Stute, names Calina. Gryffindor hat sie auch sehr gut gefallen und sie hat sich auch ganz schön in ihn verkuckt. Hier findet ihr Bilder. Oder in unserem Online-Foto-Album (Gryffindor, div. Bilder).
Das Wetter hat mal wieder etwas verrückt gespielt, im März war es unglaublich warm, dafür war der April wieder kalt... da soll mal einer drauskommen. Auf alle Fälle war es mit dem Fellwechsel nicht einfach für meine Pferde bei den ständigen Wechsel. Da bei mir wieder die Schule angefangen hat - habe ich leider wieder mal etwas wenig Zeit für meine Hoppas. Aber da Guini in Deutschland ist und Gryffindor in Beritt, kann ich mich voll und ganz auf meine Weiterbildung konzentrieren. 2007 wird für die beiden ein "lockeres" Jahr, in dem sie mich nicht so oft sehen werden. Aber wenn ich dann endlich alle Prüfungen abgeschlossen / bestanden habe -> dann kann das Leben wieder richtig weitergehen.
26.1.07
Sind wir potentielle Väter für Guinness Nachwuchs besichtigen gegangen. Nachdem wir (Twix-Tel sei dank) ohne Umwege den Weg gefunden haben, sind wir sehr herzlich bei Familie Riech in Oberteuringen empfangen worden. Natürlich durften wir gleich die Hengste besichtigen... Als 1. wurde uns Aniol vorgestellt, ein dunkelbraun-Schecke mit einer regelmässigen Zeichnung und einem sehr korrekten Gebäude. Sein Charakter kam bei uns einfach "goldig" rüber. Er ist 1.48m Stockmass, trotzdem nicht übermässig massig, aber mit einem stabilen Fundament und viel Behang.
Als zweites wurde uns Snowdancer of Undermill gezeigt, welcher in der Box einen unscheinbaren Eindruck bei mir hinterlassen hatte. Aber als er sich bewegte.. Wow!! Das habe ich noch nie gesehen. Super Gänge - dieser Tinker beindruckte mich über alle Massen. Diese Gänge habe ich bisher nur bei Gryffindor gesehen, aber noch nie bei einem Tinker mit mehr Behang! Eine eindrückliche Erscheinung. Auch sein Körperbau und Charakter haben bei mir einen guten Eindruck hinterlassen.
Da jedoch das Fohlen schon "versprochen" ist. Durfte die künftige Besitzerin den Vater für das Fohlen aussuchen, denn beide Hengste waren für mich 1. Wahl und es spielt für mich keine grosse Rolle, welcher von beiden Guinness decken wird. Also hat sie sich für Aniol entschieden. Guinness wird im April oder Mai, nachdem ich das ok des TA habe und alle Grenzformalitäten abgecheckt habe, nach Oberteuringen fahren zum Decken.
Für mich und Rolf steht auch schon fest, dass wir später (wenn dann die Bedingungen noch so sind wie heute - gesundheitsmässig, Hengst noch nicht gelegt etc.) Guinness noch durch Snowdancer decken lassen wollen. Den Link zu Familie Riech findet ihr unter "links".
November - Januar 2007
Ist leider nicht so viel gelaufen. Ich bin krankeitsmässig ausgefallen für einige Monate und durfte nur gerade mal etwas mit Guinness (in Ruhe ausreiten gehen). Gryffindor habe ich für einige Monate intensiv in Beritt gegeben (4x die Woche Bereiterin, 2x die Woche seine Pflegreiterin Karin). Für Guinness schauten ich und Sarah... Seit Mitte Dezember darf ich nun wieder reiten gehen und seit Januar 2007 reite ich wieder normal beide Tinker. "Leider" muss ich wieder zur Schule (jibiii - Zwischenprüfung bestanden!!) und drum wird wohl auch 2007 ein Jahr werden in dem meine beiden etwas zu kurz kommen. Aber wenn ich mich anstrenge, wird wohl die Ausbildung im Herbst 2007 ein Ende finden und ich kann mich wieder im gewohnten Umfang um meine Tiere kümmern. Ich werde Ende Januar 2007 zwei potentielle Guinness-Fohlen-väter besichtigen gehen. Drückt mir die Daumen, dass sie zu ihr passen... Die Fotos habe ich mit meinem Handy gemacht. Guinness bei ungewohnten 15° im Januar - mit Pelz für -30° (die Arme).
August - Oktober 2006
Am 5. August 06 habe ich, bzw. wir, geheiratet. Es war ein absolut unvergesslicher Tag, an den ich wahrscheinlich immer gerne zurück denken werde. Dank Sarah und Karin, die Guinness und Gryffindor zum Apero gebracht haben, waren auch meine Tinkertiere an unserem Hochzeit dabei. Ich hatte mich die ganze Zeit über im Griff, aber als ich die beiden - so wunderschön frisiert - da stehen sah, sind die Tränen gelaufen. Danke euch beiden - ihr habt mir einen herzenswusch damit erfüllt!
Zur Zeit ist bei mir die Schulbelastung enorm. Deshalb hab ich Gryffindor vorübergehend in Beritt gegeben. Ich denke die Pause wird mir gut tun und Gryff schadet es auch nichts, wenn ihn Manu "richtig" ausbildet. Guini reite ich weiterhin 2-3x die Woche selbst.
Guini war den ganzen Sommer über auf einer Weide mit ihren neuen Freunden, dem Haflinger "Nadir" und der Vollblut-Lady "line sky". Sie hat es sehr genossen, ist aber nun noch dicker und noch untrainierter. Aber daran arbeite ich dann, wenn ich mehr Zeit habe... Wir haben eigentlich seit September das wunderschönste Herbstwetter, das man sich vorstellen kann. Selbstverständlich haben wir die Zeit für eine Fotosession genützt. Hier muss ich mich bei Jacqueline und Boris bedanken, dass sie am einzigen Tag - wo die Böden matschig waren, mit auf die Weiden gestiefelt sind und diese super Fotos gemacht haben.
Die Bilder seht ihr hier: http://irish-tinker.magix.net Im November werden Gryffindor und Guinness noch an einen Bodenlektionenkurs gehen, eine Fuchsjagd steht noch an... aber dazu dann mehr.
April - Juli 2006
So - ich will mich mal noch erklären, wieso hier so selten was passiert: Ich geh bis 2007 (hoffentlich) wieder zur Schule. Das ist echt saustreng und deshalb leidet alles andere - was nicht so wichtig ist (d.h. Guini und Gryff sicher nicht, aber die Homepage... ).
Zudem werde ich bald meinen Namen ändern und ich sag euch - heiraten ist echt anstrengend. Ich hoffe der eine Tag entschädigt dann für den ganzen Troubel *freu*.
Am 2. Juli 2006 sind Sarah mit Guinness und Karin mit Gryffindor am Patrouillenritt in Rümlang gestartet. Sie konnten als 1. Paar, morgens um 7.00 Uhr starten. Ich wäre sehr gerne mit den Beiden mit, aber ich war sooooo nervös, dass ich es nicht bis nach Rümlang schaffte (ehrlich gesagt - gerademal bis zu meinem Klo.. ). Den beiden hat es aber sehr gut gefallen und es wird sicherlich nicht der letzte P-Ritt gewesen sein.
Am 11.06.06 war ich an der AO GV des PZVS. Darüber werde ich mich aber zur Zeit ncht öffentlich äussern. Es war für mich eine sehr anstrengende GV und ich möchte erst das offizielle Protokoll abwarten. Denn es sieht so aus, als ob es sich gelohnt hat mich aufzuregen.
Auf alle Fälle war die ordentliche GV und die AO GV für mich Anlass genug, einem weiteren Verein beizutreten, wo wir Tinkerbesitzer (mit unseren sans-papier) nicht ständig kämpfen müssen. Den Link zum SCS findet ihr uner "Links". Ich werde aber auch beim PZVS Mitglied bleiben und es jedem Stutenbesitzer freistellen, zu welchem Verband er/sie mit dem Fohlen möchte.
Sonst ist im April und Mai eigentlich nichts spezielles gelaufen.
Februar / März 2006
Endlich können wir die Wege bei uns wieder nutzen. Ausreiten ist endlich wieder ein Genuss. Es ist sogar schon so, dass die Wege nun alle wirklich weich sind und wir praktisch überall galoppieren können. Herrlich..
Zudem waren wir noch an der Hengstschau in Holzikon. Hier einige Fotos vom Putzen und wie er nachher ausgesehen hat. Guinness hat die ganze Putzaktion ganz gelassen beobachtet und sich nachher genüsslich im Dreck gedreht.. *g*
Er hat sich auch bei dieser Gelegenheit wieder einmal von seiner besten Seite gezeigt. Er war auch um die vielen anderen Hengste einfach klasse. Im Vorführring ist was ganz herziges passiert, er hat den ersten Spiegel in seinem Leben entdeckt. Natürlich musste er sich lange und ausführlich begrüssen. Rolf hat nur gemeint - gib ihm noch ne Bürste und er fängt an sich zu kämmen ;)
Dezember 2005 / Januar 2006
Im Dezember ist nicht wahnsinnig viel gelaufen. Bei uns hat es geschneit, dann geregnet und dann ist alles vereist - das sagt doch alles über unseren momentanen Tagesablauf..
Mitte Januar hatte ich meine ersten Centered-riding Reitstunde (nach Sally Swift) und es war klasse. Weil die Strassenverhältnisse nach dem Schneeregen nicht gut waren, hatte ich ein Schulpferd (ein Tinker - cool was? Da reit ich mal ein anderes Pferd und was ist es? Ein Tinker...) Guinness verladen finde ich unter diesen Bedigungen echt nicht gut. Also zurück zum Wesentlichen. Ich habe eine Stunde lang auf dem Pferd gesessen. Die RL hat mir dabei gezeigt wie ich sitzen muss (Bein gedehnt, gedreht, zurück gezogen, beweglich gemacht). Sie hat mir auch gezeigt wieso ich falsch sitze (ganz praktisch am Pferd aufgezeigt) und was dann passiert mit dem Pferd. Das war ein Schlüsselmoment! Plötzlich habe ich erkannt was ich all die Jahre falsch gemacht habe und wie wenig es braucht, dass das Tier nicht durch mir behindert, sondern unterstützt wird. Nach einiger ZEit konnte ich den Tinker nur mit Hüftbewegungen um einen Slalom dirigieren. Das wäre vorher undenkbar gewesen. Zudem hat er - sobald ich richtig gesessen bin - nachgegeben und ist untergetreten wie ein Weltmeister. Ein völlig neues Gefühl, fand ich super...
Ich bin nachher noch mit Guinness ausreiten gegangen und es war einfach anders. Zudem habe ich auch noch anders satteln gelernt. --- Jetzt bin ich im Dunkeln mit Gryffindor raus. Schon beim rausnehmen, war er sehr hibbelig, wollte ständig ab irgendwas erschrecken (auch blankem Eis keine tolle Idee). Geregnet hats auch... dann hab ich ihn geputzt, gesattelt (auf die neue Weise, etwas weiter hinten), bin raufgeklettert, losgeritten, richtig hingesessen und dann gings los. Vorwärtsdrang ohne Ende. Erschrecken, merken, dass es nichts bringt - sitze wie ne Eins, treiben, sitz richten, weiter... er beginnt innert kürzester Zeit den Weg vorwärts abwärts an den Zügel zu suchen und tritt unablässig vorwärts. Und immer wenn ich meinen Sitz verschlechterte, merkte ich wie er wieder nervös wurde und begann stürmen zu wollen.
Wir gingen nur ca. 40 Minuten im Schritt, dazwischen viel "hoh steh" und wieder anreiten und doch hat er geschwitzt wie wenn wir intensiv gearbeitet hätten. Es war ein so tolles Gefühl - ich hatte wirklich das GEfühl in jederzeit unter Kontrolle zu haben! Das nur nach einer Reitstunde.... zudem machte er auch einen super zufriedenen Eindruck. Ich hätte heulen können vor freude.
Aber ich hab gemerkt, länger als 30 - 40 Minuten kann ich mich noch nicht konzentrieren und beginne ins alte Verhaltensmuster zurückzufallen. Deshalb gehe ich anfangs noch viel zu Fuss.
PS: im Dezember sind unsere neuen Mitbewohner eingezogen: Finit und Farah, beides zwei wunderschöne Main-Coon-Kätzinnen:
Oktober / November 2005
Bei uns läuft eigentlich nicht viel. Ich gehe regelmässig mit Guinness und Gryffindor ausreiten. Beide sind zur Zeit sehr "pfupfig". Sie spüren den Schnee und zeigen das durch Ausgelassenheit und (für Guinness) eher abnormale Bewegungsfreude. Gryffindor muss ich zur Zeit etwas mehr bewegen als Guinness, da er einfach noch über mehr Energie verfügt und sich bewegen will. Wir arbeiten jetzt auch viel im 4-Eck an einfachen Dressuraufgaben (Vorder- und Hinterhandwendungen, Rückwärtsrichten). Zudem hat er gelernt seine Füsse über 2 Stangen zu sortieren und er stellt jetzt je länger je mehr fest, dass Schafe und Kühe einem nicht fressen. ;)
Aber auch Abfallsäcke und Bäume sind etwas, das es sich anzuschauen lohnt.. Er lässt sich ohne Problem mit anderen Stuten und Wallachen ausreiten, doch am allerliebsten ist Gryffindor Guinness als Begleitung. Beide haben mittlerweile ein Fell wie Teddybären, einfach zum knuddeln.
September 2005
Habe ich bei uns im Stall einen Postenritt organisiert.Guinness hat mit Sarah daran teilgenommen und die beiden haben ihre Sache wirklich super gut gemacht. sonst ist nicht so wahnsinnig viel gelaufen. Gryffindor lert ständig neues dazu und ist eifrig bei der Sache. Ich habe gelernt, dass manche Pferde Salzlecksteine als Delikatesse ansehen und einen ganzen Stein in einer Woche wegmampfen (Gryffindor wird es auch noch lernen - hoffe ich);)
Guinness hatte eine neue Boxennachbarin. Sie hat sich 3 Wochen ihren Auslauf mit einer Haflingerdame geteilt, was sie erst gestört hat, aber sie hat sich sogar noch an sie gewöhnt. Ich werde mich jetzt wieder vermehrt melden, aber ich werde jetzt erstmal umziehen. Das kann also Ende Oktober werden bis hier wieder was neues steht. Grüessli Katrin
August 2005
Fotos sehr ihr unter www.pinto-pzvs.ch / Hengste / Tinker I / Gryffindor Am 28. August sind wir mit Gryffindor zur Hengstkörung gefahren. Ich war extrem nervös. Wir waren nicht nur die ersten Starter, was für mich um 4 Uhr aufstehen bedeutete, es war auch das erste Mal verladen in unseren Selbstfahrer unter realen Bedingungen (mit nervösem Besitzer) ;) Dort angekommen haben wir uns erstmal über die Lage informiert. Leider waren 2 Richter nicht vor Ort und da hiess es erstmal warten, warten, warten... etwas was in meiner Situation nicht gerade von Vorteil ist. Gryff wurde dank mir auch immer nervöser, zudem waren extra Freunde angereist, welche Gryffindor sehen wollten (was mich auch nicht weniger nervös machte, da ich dazu neige mich für alles verantwortlich zu fühlen).. endlich fanden die Verantworlichen des PZVS eine sehr gute Lösung. Es wurde eine Ersatzrichterin gestellt und es konnte endlich losgehen. Gryffindor zeigte sich von seiner besten Seite. Er flog geradezu über den Boden und zeigte, dass er wirklich Gänge hat und auch genügend Pfeffer im Füdli.. Wir hatten es hinter uns. Die Entscheidung war gefallen. Wir brachten Gryff zu einer Anbindevorrichtung und gingen gespannt zurück in die Halle. Jetzt hiess es warten auf seine Wertung. Der zweite Tinkerhengst wurde bereits gewertet, als die WErtungen kamen:
Rasse- und Geschlechtstyp 8.0 Qualität und Korrektheit des Körperbaus 9.0 Gesammteindruck und Entwicklung 8.0 Schritt 8.5 Trab 9.0 Galopp 8.0 Korrektheit der Gänge 9.0
Das gab einen super Schnitt von 8.5! und keine ungenügende Note. Mein Gryffindor war jetzt ein gekörter Tinkerhengst. Ich war von den Socken und überglücklich. Wir warteten bis alle Hengste durch waren um zu sehen, was die anderen Hengste für Noten erhielten. Keiner wurde besser benotet als mein "kleiner". Er wurde somit zum Körsieger. Ich konnte es fast nicht glauben... da gings mir echt schlagartig wieder besser. Wir mussten dann noch zur Vet.kontrolle und zum Papierkrieg, aber als auch das überstanden war - waren wir froh einfach nur noch nach Hause zu kommen.
Juli 2005
Gryffindor ist mittlerweile schon fast eingeritten. Er geht friedlich alleine und mit anderen (auch Stuten) ins Gelände, ist im 4-Eck in allen Gangarten zu reiten.. was will man mehr.
Zudem hat er jetzt seinen eigenen Spirig Ranger Sattel erhalten. Guinness geht es auch super. Sie hat zwar bewiesen, dass sie Blasmusik hasst (hat mich wegen einer Kapelle fast in den Sand gesetzt), aber sonst ist alles io.
Juni 2005
Gryff ist sich mittlerweile gewöhnt an Sattel und Zaumzeug, was keine grosse Sache war. Das Zaumzeug hat er sehr schnell angenommen, beim Sattel gings etwas länger. Aber so etwas wie Gurtenzwang o.ä. das war nie ein Problem. Auch das erste Mal drauflehnen etc. war keine grosse Sache. Wäre ich sportlicher, wäre es wahrscheinlich noch länger möglich gewesen das 1. Mal auf ihn draufzulehnen. Spatzieren gehen ist kein Problem, er läuft einem überall hin nach. Kühe, Jogger, Velofahrer - alles in Ordnung für ihn.
18.06.05 - Dressurprüfung
Mit Guinness war ich an einer Dressurprüfung! Man höre und staune ;)
Natürlich wurden wir letzte und ich hab mal wieder festgestellt, dass meine faule Socke doch ganz anders kann. Auf alle Fälle war ich überrascht wie "spritzig" sie auf Applaus, Halle etc. reagiert hat - kannte sie doch schon alles von Postenritten her. Aber das war eine echt coole Erfahrung. Sollte mehr an Turniere gehen mit meiner Seniorin ;) Sie hatte um die ganzen Warmblüter rum, nämlich den absoluten Sympathiebonus und als noch rauskam wie "alt" sie schon ist und das unser 1. ernsthaftes Turnier ist - war sie der Liebling aller... auch wenn wir sehr schlecht abgeschnitten haben *freu*
Fernheilung und Tierkommunikation Über spirit-help, bzw. Astrid, habe ich eine Fernheilung machen lassen an Gryffs Warzen. Ich habe nebenher auch noch eine Warzensalbe vom Tierarzt verwendet und beides zusammen haben eine enorme Verbesserung der Situation gebracht. Ob nur das eine ohne das andere zum Erfolg geführt hätten, kann ich nicht sagen, aber ich bin froh, dass es so gut geklappt hat und bin Astrid für ihre Hilfe sehr dankbar. Zudem hat Astrid mit Guinness und Gryffindor Kontakt aufgenommen. Daraus ist hervorgegangen, dass Guinness Sattel nun gut passt und sie sich damit wohl fühlt. Zudem fühlt sich Gryffindor in seinem jetzigen Leben wohl, vermisst aber die Herde / Weide noch etwas. Zudem fühle er sich mit der neuen Situation (Reiter / Sattel) nicht überfordert. Ich lasse ihm damit auch viel Zeit..
Mai 2005
Sonst Mai:
Ich hab nur 1/2tags gearbeitet. So hatte ich ausreichend Zeit für meine beiden Pferdels. Ich hab angefangen Guinness täglich zuerst zu reiten, so ist auch sie wieder zufrieden und merkt langsam, dass sie noch immer meine Nr. 1 ist. Gryff kennt es nicht anders und kann so gar nicht erst eingeschnappt werden. Guinness haben wir nochmal gefahren seit sie uns durchgebrannt ist. Ging wesentlich besser, aber ich muss dringend mehr machen. Wir sind auch schon das 1. Mal baden gewesen dieses Jahr. War noch etwas kalt, deshalb wollte sie schneller als normal wieder weiter (nur 10 minuten planschen) ;) Mein Sattel ist auch frisch revidiert. Habe gemerkt, dass das eine Polster nicht mehr so war wie es sollte, jetzt geht es wieder prima.
Gryffindor macht sich super. Vom longieren hält er nicht viel, aber Schritt / Trab konnte ich ihm auch so beibringen. "Zu mir" kann er auch schon perfekt. Wir arbeiten jetzt daran ihn an Sattel und Zaumzeug zu gewöhnen. was bisher noch keine wirklichen Probleme bereitete. Es ist wunderschön zu sehen wie mein Hengst mir vertraut. Im Gegensatz zu Guinness hat er noch nie schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht, was man ihm anmerkt. Grundlegend vertraut er jedem, hat aber relativ schnell gemerkt, dass er mir folgen soll. Spatzieren gehen, Bodenarbeit, auf der Weide - alles kein Problem. Auch mit seinem neuen Freund, dem Araber-Wallach, versteht er sich sehr gut. die beiden sind viel zusammen auf der Weide.
Mitte Mai haben wir mit Gryffindor das 1. Mal gedeckt. Es ging eine Weile bis er verstanden hatte was wir von ihm wollen, aber am Tag drauf konnte er es schon wie ein Profi ;)) er ist beim Decken ein wirklicher Gentleman (sagte der Züchter). Bin mal sehr gespannt auf sein 1. Fohlen.
Tinkerstamm
Am 7. Mai war der 3. Tinkerstammtisch an der Bea Pferd in Bern. Das war toll sag ich euch. Viele verschiedene Tinkerfans aus allen Teilen der Schweiz. Wir trafen uns hauptsächlich zum Essen, denn sonst war kein festes Programm (schliesslich will sich jeder an der Ba was anderes anschauen). Wir haben aber dennoch viel gefachsimpelt und neue Kontakte geknüpft... viele gute ideen für den Tinkerfanclub sind so entstanden. *freu*
Am 5. Mai hab ich Gryffindor auf der Fohlenweide abholt. Wir haben den Transporter ausgelehnt (unser ist noch immer defekt), sind nach Ossingen gefahren und haben Gryff verladen und sind wieder nach Hause gefahren. Und das war wirklich so einfach wie es sich jetzt anhört. Zuhause ausladen war allerdings etwas schwieriger. Gryffindor hat im Transporter gewiehert und Guinness hat geantwortet und gezeigt wie tempramentvoll sie sein kann. Gryff endlich rückwärts aus dem Transporter draussen - checkt er mich fast in die Mistgrube! Der Stallbesitzer hat ihn dann in seine Box geführt... Dort hat er den gesamten Nachmittag mit seinem neuen Nachbarn "gekabbelt". Der 4-jährige Araber und er, verstehen sich ganz gut. Auf alle Fälle haben sie am Abend schon zusammen gefressen (Gryff ist über die Boxenwand geklettert). Null Problemo.
April 2005
Mit meinen Pferdels ist alles io. Diesen Mailkontakt hatte ich mit der Besitzerin der Fohlenweide
Gryffindor spürt der Frühling & der Hengst erwacht! Er ist voll in Action und hält die Herde ganz schön fit!!!
Wirklich? Bisher hab ich meinen Hengst noch nie in Bewegung gesehen (wenn nicht jmd mit einer Gerte hinterher oder jmd. mit Futter davon gerannt ist). Dann lohnt es sich ja richtig, mal wieder vorbeizukommen.
Da hat er sie aber die ganzen Jahre schön getäuscht.... Gryffindor ist seit Anfang an der aktivste. Er ist immer und stets zum Spielen und rumrennen bereit. Wenn keiner mitrennt, rennt er halt alleine! Er ist ein Energiebündel, im Fall.....:-))
Ich habe ein Energiebündel! cool… mal schauen wie ich seine Energie finde, wenn ich ihn Anfang Mai nach Hause hole. Hier sind wir ihn am 23.04.05 besuchen gegangen. Typisch ich - musste ich ihn natürlich als erstes frisieren...
Guinness fühlt sich mega wohl. Sie lebt richtig auf. Letzte Woche haben wir einen Tinker getroffen. Sie ist vor Freude fast ausgeflippt. Man hätte meinen können Sie sei 3-jährig - so wie sie sich aufführt. Am 30.04.05 hab ich Fotos gemacht auf ihrer "Privat-Weide".
Unsere Kutsche ist wieder revidiert. Die Räder haben neue Büchsen und wurden überarbeitet. Ich freu mich richtig auf unsere erste Ausfahrt.
Nachtrag: Ich bin wie geplant mit Guinness ausfahren gegangen (17.5.05). Die Kutsche läuft super, Guinness zieht sie wesentlich lockerer als früher! Nur hab ich einen schweren Fahrfehler begangen! Guini hat reagiert, wie es kommen musste, sie startete durch. Passiert ist nichts, ausser dass ich viel dazu gelernt habe (hatte unglaubliches Schwein)… ich werde als Konsequenz daraus, nun jedes Wochenende oder jedes 2. Wochenende einspannen, mir fehlt die Erfahrung und die erhält man nur übers üben.
Für den Transporter sehen wir auch wieder ein Lebenslicht (siehe März). Wir haben einen günstigen Ford ersteigert und benutzen ihn jetzt als Reservematerial auf Rädern. ;)
März 2005
20.3.2005: Hengstschau in Holzikon
Mit Rolf und Claudia sind wir nach Holzikon AG gefahren um uns die Zuchthengste der Schweizer Zucht anzusehen. Da Hengste aller Rassen zugelassen waren - war das ein sehr lohnenswerter Ausflug. Zudem waren drei unterschiedliche Tinkerhengste angemeldet (Pony, Cob und Vanner). Die Show war super durchorganisiert und die Hengste wussten sich zu präsentieren. Ich sage euch - diese Halle - so etwas würde ich mir bei uns in der Gegend auch wünschen. Ein Bijou!
Aber nun zum - hoffentlich auch für euch interessanten - Teil. Die Hengste wurden freilaufend und geritten (wenn vom Alter her schon möglich) vorgestellt. Ich war sehr beeindruckt wie verlässlich und ruhig sich einige Hengste zeigten. Vorallem Billy hat mich wieder einmal mehr, mit seiner ruhigen Art zu überzeugen gewusst. Hätte ich nicht schon zwei Tinker, ein weiteres Fohlen wär ja so cool… (träumen darf man ja zum Glück noch - ohne das es kostet) ;)
Weitere Bilder werden bald folgen.
Mit Guinness haben wir noch bei Dreharbeiten mitgemacht. Freunde von mir nehmen an einem sehr professionellen Kostümwettbewerb teil und wir haben Ihnen geholfen einen Film zu drehen (als Spezialwaffe - um zu gewinnen). Sie haben 5 supertolle Ringgeisterköstume (err der Ringe) geschneidert und wir haben uns mit unseren Pferden als verwegene Reitertruppe zur Verfügung gestellt. Fotos der Dreharbeiten werden folgen.
Nochmals Merci an Claudia und Snoopy sowie Miryam mit Irish-Coffee und Magic. Und auch ein Dank an Kathrin und Candy - die sich unter all den Tinkern vielleicht schon bald auch für einen Tinker hält ;)
Ihr hättet sehen sollen wie sich die Tinker gegenseitig angeheizt haben… ich kannte Guinness kaum wieder.
Gryffindor habe ich nie besucht *schäm*
Wir hatten einen kleinen Unfall mit unserem Transporter - wir sind jetzt vorübergehend nicht mehr mobil.. Hoffe die Reparatur wird nicht allzu teuer. Nun haben wir den ganzen Winter dran rumgeschraubt und können nun den Sommer wieder in der Garage verbringen… *bähh*
Januar 2005 Am 17.1. bin ich mit meiner RB, Sarah, ausreiten gegangen. Da ist mir so ein liebes Pferdevieh doch voll auf den Fuss getreten und ich hab einen dunkelvioletten Zeh. Darunter leiden muss leider Guinness, da mir der Fuss *%/*-weh tut, bin ich einen Tag nicht reiten gegangen. Aber ich reiss mich wieder am Riemen - ist ja nicht ihre Schuld.
Anfangs Monat haben wir auch noch unseren Transporter eingeweiht / - gefahren. Wir sind zu Claudia und Snoopy in den schönen Kt. TG gefahren und haben einen wunderbaren Ausritt gemacht. Das war einfach klasse. Das Fahren mit unserem "Gschwür" wie wir den Ford liebevoll nennen, war ein Erlebnis. Guinness ist die Rampe rauf, als würde sie nie was anderes machen und wir sind mit maximal-Tempo 80 losgefahren. Allerdings mussten wir wegen des hohen Schwerpunktes im Schritttempo um jede Kurve. No Problem für uns - aber es gab doch tatsächlich Leute die uns anhupten und drängelten... Sachen gibts!
Zur Zeit testen wir übrigens gerade einen neuen Sattel. Einen Spirig-Ranger. Ausser, dass ich mich noch etwas ungeschickt anstelle - finde ich (und vorallem Guinness) den Sattel klasse. -> Den Sattel hab ich gekauft.
Dezember 2004 Ist eigentlich nicht viel gelaufen. Wir hatten den typischen Vor-Weihnachtsstress und obwohl wir es eigentlich während den Feiertagen gemütlich nehmen wollte, machte uns Gryffindor mit einer Kolik einen Strich durch die Rechnung. Wie ihr annehmen könnt, ist ihm nichts passiert. Er hat sich sehr gut davon erholt.
Guinness geht es Top. Sie hatte mal wieder ein hoch und hat sich ohne jemand auf die Socken gemacht. Der Stallbesitzer hat sie allerdings mit einem Lasso einfangen können. (Sie nutzt jede unbeaufsichtigte Sekunde schamlos aus.) Sie arbeitet dafür so gut mit wie schon lange nicht mehr. Dressurstunden machen wieder richtig Spass. Guinness hat eine neue Abschwitzdecke - mit Halsteil. Sie sieht zwar etwas dämlich aus darin, aber die Decke ist super.
November 2004
2. Tinkerstammtisch Der zweite Tinkerstammtisch hat in Winterthur stattgefunden. Es war eine ganz gemütliche Runde und wir haben lange gefachsimpelt und es war einfach super. Hat mir sehr gefallen. Nun sind in der Zwischenzeit schon wieder Anfragen bei mir eingetroffen, wann dann der nächste Tinkerstammtisch ist. Werde ich sicher bald wieder organisieren…
Oktober 2004 Ich bin Gryffindor wieder besuchen gegangen, er ist jetzt schon so gross wie Guinness.. ich hoffe er wächst nicht noch viel weiter. Aber eben, das kann ich nicht wirklich beeinflussen und für mich ist und bleibt er der Hübscheste... Die Hauptsache Guinness und Gryffindor geht es beiden gut und das ist ja so... Ich hab mein Natel umsprayen lassen, fand ich noch hübsch so (für 10 Euro). Werde nächstet Jahr an der Spielmesse meine Computertastatur und Maus etc. sprayen lassen. *freu*
September 2004
Tinkertag auf dem Lerchenhof
Da wir mit unseren anderen Pferdestärken (dem Motorrad) noch in den Ferien waren und nicht sicher waren, wann wir wieder da sind hat meine Pflegreiterin Sarah hat mit Guinness (und Claudia und Snoopy) am Tinkertag teilgenommen. Wir sind dann doch als Zuschauer dort gewesen. Leider hatte es keine Besch ilderung und wir waren auf die treffende Beschreibung einiger Nachbarn angewiesen (Rüegg - Lerchenhof - ah, die mit den Shettlandponies)... gefunden haben wir es trotzdem. Es hat uns gut gefallen die vielen verschiedenen Tinker zu sehen und es waren auch einige Bekannte vom Tinkerstammtisch hier. Über den Postenritt kann ich leider nichts schreiben, aber Sarah und Claudia hat es anscheinend gut gefallen. Das Gymkhana war eher einfach, aber für die Zuschauer sehr interessant, da man hier alle Tinker aus nächster Nähe in Aktion bewundern konnte. Aber nun das Highlight des Tages: "der schönste Tinker". Die angekündigte Richterin aus Deutschland, S. Pierkes, war leider - aus verständlichen Gründen - nicht vor Ort. Deshalb erfolgte die Bewertung durch die Organisatoren.
Gewonnen hat: SNOOPY. Nun darf Claudia mit Recht behaupten, dass sie den schönsten Tinker hat ;) - gratuliere nochmals ganz herzlich.
Mein persönliches Highlight des Tages war, dass Guinness einen Freund gefunden hat. Winfield, der hübsche schwarze mit den 2 blauen Augen und dem witzigen Schweif, hat sie auf der Weide kennengelernt und er wich ihr nicht mehr von der Seite. Sogar als wir Guinni von der Weide holten, lief er ihr noch so lange wie irgendmöglich nach. Nicht mal Snoopy durfte mehr zu ihr hin, er verteidigte sie gegen jedes andere Pferd, egal wie gross der "Feind" auch war. Das war so herzig... Das war übrigens super - die Tinker liefen in der Pause alle zusammen auf einer riesigen Weide, wo sie sich alle gut aus dem Weg gehen konnten. Rangeleien waren selten und auch als alle zusammen angebunden waren, kam es zu keinerlei Streitereien. Tinker! Weitere Bilder im ALBUM
August 2004
Pinto-Zuchtschau Da Gryf auf der Fohlenweide seine Jugend geniesst, bin ich dieses Jahr nur als Zuschauerin an die Zuchtschau nach Gettnau gefahren. Ich wollte hier Tamara mit Tzigane etwas helfen (ihr Fohlen Whisky wurde vorgestellt - ist auch ein Sohn von Billy). Es war spannend die vielen verschiedenen Pintos zu sehen und auch die Körung am Morgen hat mich speziell interessiert (lernen für die Zukunft). Alles in allem ein gelungener Anlass. Fotos habe ich gemacht, allerdings hauptsächlich von Gryffindors Halbgeschwistern. Die besseren Bilder findet ihr aber wenn ihr dem Link zur Goldbach-Ranch folgt.
Juli 2004
Ferien und Postenritt Am 3. Juli 2004 haben wir am Postenritt in Winterthur Eidberg teilgenommen. Morgens um 6.30 Uhr ging unser Abenteuer los. Pferde bereit machen und verladen. Wir konnten bereits als 5. Patrouille auf den Ritt gehen. Das hat uns sehr gut gefallen, wir versuchen nun immer als eine der ersten Equippen starten zu können. Die Posten waren abwechslungsreich und spassig. Z.T. hatten wir etwas Mühe mit den gestellten Erwartungen (traversieren etc.), aber wir liessen das einfach aus. Die übrigen Posten (u.a. Nägel einschlagen, Sattelkenntnisse, Flaschen transportieren, Kleidung anziehen) haben uns sehr Spass gemacht. Unsere Pferdchens und wir waren allerdings nicht topfit und Candy hatte ihre ganz spezielle Mühe mit den Brämen (wie wäre das wohl gewesen, wenn wir Mittags gestartet wären), aber dennoch konnten wir den ganzen Ritt geniessen und verbrachten eine tolle Zeit im Sattel. Speziell beeindruckt hat mich die Stallanlage der Pferdepension Hofmann. Die Tiere leben in einem Offenstall und die Fütterung erfolgt computergesteuert. Sehr interessant. Weitere Bilder im ALBUM Eine Tinkerstute lebt übrigens auch in dieser Herde.
Gleich nach dem Postenritt ging es weiter nach Berlingen in die Ferien. Am Untersee konnten wir gleich die (extra für uns gebauten) Boxen beziehen. Der Stall war einfach grandios, die Tiere hatten täglichen Weidegang, wurden super verpflegt und gehegt... Nochmals vielen Dank an unseren Vermieter. Wenn ihr auch mal nteresse hättet an Ferien am Untersee - kurz ein Mail an mich - ich gebe euch die Adresse gerne weiter. Das Reitgebiet ist eifach klasse. Wenn man die Steigung auf den Seerücken einmal hinter sich gebracht hat wird man mit einer athemberaubenden Sicht belohnt. Die Wege sind wunderbar weich (Grasnarben soweit das Auge blickt) und wir sahen sogar Gemsen!! auch wenn uns das ausser den einheimischen Berlingern niemand so recht glauben will. Baden konnten wir leider nicht, da das Wetter nicht wirklich mitgespielt hat (zum reiten wars super, aber zum Baden einfach zu kalt oder zu stürmisch). Aber auch so hatten wir eine super Zeit und ich hab mir schon vorgenommen nächstes Jahr wieder zu kommen.
Gryffindor bin ich auch noch besuchen gegangen. Hier einige Fotos meiner kleine Kampfsau ;)
Juni 2004
1. Tinker-Stammtisch Am 26. Juni 2004 fand der 1. Tinkerstammtisch statt. Wir trafen uns bei Claudia im Thurgau. (Vielen Dank Claudia für die Organisation und das "Zurverfügungstellen deines Gartens".) Wir waren um die 10 Personen und es entwickelten sich angeregte Diskussionen um unsere 4-beinigen Zottelviecher (vom Kauf, über die Haltung, die Zucht, unsere Erfahrung, gemeinsames Foto anschauen etc.). Es war einfach sehr gemütlich. Das Treffen hat uns allen sehr gefallen und wir waren, bzw. sind, der festen Meinung, dass es einen 2. Tinkerstammtisch geben soll. Es kam auch die Idee auf eine Art "Ritter-/Tinkertreffen" zu organisieren, mit Reiterspielen und allem was dazu gehört. Aber das ist vorerst nur mal eine Idee und muss erstmal noch ein wenig weitergesponnen werden.
Während eines Töffausflugs haben wir Gryffindor besucht. Er ist wirklich stark gewachsen. Zum Vergleich, ich bin 1.70 m gross. Und die anderen Pferdchens nebenan sind alles Warm- und Vollblüter.
Wir sind Gryf nochmals besuchen gegangen und haben ihn nicht gefunden! Nachdem wir mal alle Weiden abgesucht haben, sind wir dann Herr Oertli fragen gegangen. Er sei jetzt beim Schloss drüben... (wow). Wir haben dann unsere Chance für einen Spatziergang genützt und sind zum Schloss gelaufen. Dort ist es wirklich hübsch. Man geht unter einer Eisenbahnbrücke durch und landet in einer Art Park. Die Hengste stehen auf einer hügeligen Wiese mit einigen Bäumen, das gibt der Stimmung echt das gewisse etwas. Auch der Riegelbau der gleich unterhalb des "Schlosses" steht, ist schön anzusehen.
Mai 2004
Hochzeit und Postenritt Im Mai ist sehr viel passiert bei uns. Der Bruder meines Freundes (tönt fast kompliziert) ;) hat geheiratet und sich eine kutsche gewünscht (also eigentlich seine Frau). Und da wir ja nicht nur ein Pferd sondern auch noch eine Kutsche rumstehen haben, wurde kurzerhand entschieden, dass wir fahren würden (als Überraschung). Eigentlich hätten wir eine Viktoria fahren können, doch leider wurde daraus nichts und wir mussten innerhalb eines Tages meinen Jagdwagen reparieren und putzen. Also kurzerhand das Abschleppauto geholt, Wagen draufgeladen, in die Garage gedüst, Bremsservice und Putzen und wieder nach Hause karren. Am nächsten Tag schmückten wir noch die ganze Kutsche mit Blumen (Iris - da hast du dich selbst übertroffen) und putzen Guinness auf Hochglanz. Fahren wollte ich nicht selber, da unser "Nichterscheinen" in der Kirche keinen Verdacht wecken sollte. Armin hat sich netterweise bereit erklärt den Kutscherpart zu übernehmen. Nochmals merci! Es wurde ein riesen Erfolg. Die Braut und der Bräutigam freuten sich riesig und Guinness machte super mit. Sie wurde über alle Massen als Kutschpferd gelobt. Der Tinker hats halt doch im Blut... Armin hat auch festgestellt, dass Guinness sehr wohl schnell laufen kann, bei mir will sie anscheinend nur nicht. (Muss ich mir zu herzen nehmen).
Dann sind wir mit Kathrin und Candy noch am Postenritt in Oberstammheim gestartet. Das Wetter war erst etwas mies (Regen), aber besserte mit jeder Stunde. Unser Teamname war übrigens Zuckerbier! Für unseren ersten gemeinsamen Einsatz waren wir gar nicht mal schlecht. Wir waren schnell unterwegs und konnten uns von 50 gestarteten Equipen als 19 platzieren. Wir waren sehr stolz auf unsere Pferdchens. Die Posten waren sehr abwechslungsreich und das Gelände schlicht ein Traum. Auch längere Galoppaden waren dank der weichen Böden immer mal wieder möglich. Die Posten waren zum Teil eine Herausforderung für Pferd und Reiter (gegenseitiges Smarties füttern, Bälle fangen vom Pferd aus, auf einem Bein hüpfen mit Pferd an der Hand und Kollege am Fuss, Lanzenreiten, ein Gymkanaparcours - danke Guinni, dass du kein Problem damit hast auf Luftballonen rumzulaufen) es hatte aber auch Posten die das Allgemeinwissen der reiter auf eine harte Probe stellte. Als fast 50te Equipe war es allerdings etwas schwer mit dem Hintern Sachen in Kissen zu erraten (gerochen hat das nach nichts mehr und zermantscht war auch schon ein Teil), aber lustig war es auf alle Fälle und in Zukunft werde ich mir unseren Zettel genauer anschauen (wir mussten am Schluss die Namen der Posten wissen). Fast unlösbar ;)
April 2004 Die Jagd-Kutsche ist leider noch nicht wieder flott. Nun ist auch noch die Bremsleitung kaputt. Aber was lange wärt wird hoffentlich gut. Die letzte Reitstunde hatten wir mit Candy zusammen. Ich hoffe wir bringen mal Fotos zu stande. Wir sind auch gesprungen. Guinness springt jetzt mit r ichtig Freude (es ist schwierig sie am Hindernis vorbei zu bekommen), sogar 70cm waren kein Problem.
Wir sind auch noch ins 4-Eck Fotos machen gegangen. Ihr findet die Fotos in unserem ALBUM (leider wurde dies gelöscht). Sie hat richtig mitgemacht, sogar die Befehle "Bein zurück" etc. wurden befolgt. Allerdings hatte sie vom Rumstehen mal irgenwann die Nase voll. und tobte sich in Ruhe aus. Was heisst rumrennen, hinlegen, Blitzstart, wieder rumrennen... Das ist der Beweis: Auch (m)ein Tinker kann rennen.
März 2004 Ich bin Gryf endlich mal wieder besuchen gegangen. Dieses Mal hat uns sogar Armin begleitet (Stallbesitzer). In Ossingen angekommen, sind uns einige ausgebüxte Fohlen entgegen gekommen. Zum Glück war es draussen so nass, dass sie es vorgezogen hatten im Stall zu bleiben und nicht die Welt zu erkunden. Das Einfangen war mit Herr Oertli zusammen kein Problem. Gryf konnte ich rufen und eine weisse Nase schaute über die Boxenwand wo ich denn nun sei. Er kam auch sofort, wenn man den Platz wechselt und ihn ein wenig von der Gruppe separieren will. Ein weiteres Besitzerpaar eines Fohlens war auch da und wir erhielten die Chance unsere Tiere in Aktion zu erleben.
Auf dem befestigten Platz konnten sie sich einfach mal austoben... Gryf zeigte einen sehr schönen Trab mit hoher Knieaktion. Mit seinem besten Freund hatte er allerdings sehr schnell die Futterkrippe ausgemacht. Auf Zuruf kam er jedoch wieder zu mir. Er gibt Hufe ohne Probleme, lässt sich streicheln und man kann ihm auch die Augen putzen. Er scheint Menschen im allg. sehr zutraulich gegenüberzustehen, denn dass er mich noch kennt bezweifle ich. Auf dem Sandplatz wurde die Herde motiviert zu galoppieren und da ein Cavaletti im Weg stand, wurde das gleich noch gesprungen. Gryf sieht ganz gut aus, sein Galopp gefällt mir sehr gut, er springt flüssig um und verfügt über runde Bewegungen. Mittlerweile hat er auch Behang bekommen. Er hat richtig Haare an den Füssen *freu*.
Er gefällt mir im allg. sehr gut. Aber das ist - denke ich - für einen Besitzer normal, dass er sein Fohlen das schönste findet. Nur ist er etwas gross - jetzt mit knapp 2 Jahren schon ca. 1.48m! Das bei einer Mutter von 1.53 und einem Vater von 1.48 m.
Guinness geht es super. Sie hat keinen Ausschlag mehr und sieht wieder tipp-topp aus. Wir sind jetzt mehr mit ihr ausfahren gegangen - nur ist beim Sulky die Bremse kaputt gegangen. Zum Glück ist Guinness so ruhig, denn plötzlich hat die Bremse blockiert und der Wagen hat mit einem Ruck ziemlich ruckartig angehalten. Wir haben dann umgekehrt (180° auf einem schmalen Weg hätte ich auch mit keinem anderen Pferd gewagt - aber sie hat nicht gross gezuckt als sie den Wagen an den Landen rumgezogen hat). Mittlerweile wird die Kutsche repariert (danke Sc hatz!) und wir erhalten einen neuen Bremszylinder. Das war ein guter Zeitpunkt beim Jagdwagen auch gleich ein Bremsenservice zu machen…
Bei uns im Stall fand ein Bronze-brevet-kurs statt und Guinness war das "Vortrab-Pferd", da sie das Tempo nach Reitschüler varieren kann. Sie war sehr brav, auch wenn es sie nach dem 12. Mal begann etwas zu nerven. Nachher durfte sie sich im Viereck austoben. Ich hätte ihr allerdings nicht beibringen dürfen, dass man über jedes Hindernis auch klettern kann. Wie sie hier eindrücklich beweist - nimmt sie sich das wirklich zu herzen und springt nur, wenn sie wirklich wirklich will ;) klettern oder springen?
Wir sind jetzt viel im Viereck und Dressur klappt mittlerweile super gut. Im Gelände sind wir auch oft unterwegs. Am Wochenende haben wir mit Candy und Kathrin einen neuen Galoppweg gefunden. Das war grandios.
März 2004
Zuchtschauen & Vereine Ich habe etwas von der ICS gehört. Im März gehe ich nach Lausanne und werde Gryffindor dort den irischen Richtern präsentieren. Ich hoffe es geht alles gut. Nachtrag: Leider doch nicht. Dadurch dass ich mir meine Hand stark verbrannt habe, konnte ich nicht mit Gryf üben. Führen war unter diesen Umständen nicht möglich. Ich hab mich jetzt abgemeldet und hoffe, dass ich doch noch eine Chance haben werde Gryffindor den Richtern der ICS vorzustellen.
Ev. klappt es ja in 1 oder 2 Jahren mit einem Eintrag…
Nachtrag 2: An der Zuchtschau waren wir trotzdem. Ich wollte Tamara schliesslich helfen gehen, da sie Tzigane vorstellen wollte. In La Sarraz waren div. Tinker zu sehen und es war richtig toll so viele auf einem Haufen zu sehen. Allerdings hatte ich das Gefühl richtig gehandelt zu haben, dass ich Gryf zu Hause gelassen hatte. Es wurden Tinker vom "schweren Ponytyp" aufgenommen. Mit meinen zwei leichteren hätte ich keine Chance gehabt. Ich warte jetzt bis nächstes Jahr und schau dann mal wie Gryf mit etwas Muskeln aussieht (das kann viel verändern).
Vom DPZV (von welchem ich seit 2002 Papiere für Gryffindor erwarte) habe ich noch nichts gehört. Mails werden nicht beantwortet. Am Telefon wird man auf später vertröstet - es ist zum schreien. Zum Glück setzt sich Frau Röllin vom PZVS sehr für uns ein und ich habe doch noch die Hoffnung, dass alles gut kommt. Drückt uns die Daumen...
Nachtrag: Es klappt! Ich erhalte tatsächlich Papiere. Ich muss zwar noch einen DNA-Test machen lasse, aber so wie es aussieht, klappt es dieses Mal wirklich *freu*.
Februar 2004 Gryf habe ich schon länger nicht mehr besucht, habe aber vor in nächster Zeit mal zu gehen. Guinness hatte einen unschönen Hautausschlag, den ich allerdings mit Seife, Wasser und Salbe schnell wieder im Griff hatte. Hatte auch sein gutes - sie hat sich daran gewöhnt, dass ich sie zwischen den Vorderbeinen putzen darf (ohne zicken). Reistunde hatten wir schon länger nicht mehr, wäre aber mal wieder nötig. Sie schläft mir von Zeit zu Zeit fast unter dem Hintern ein und reagiert nicht mehr so sensibel auf den Schenkel.
Wir gehen nun praktisch täglich mit Kathrin und Candy ausreiten und haben jetzt auch endlch einen zackigeren Schritt drauf als vorher. Zur Zeit fahren wir auch wieder mehr. Eigentlich wollten wir jedes Wochenende anspannen, aber leider war das wegen dem Ausschlag nicht möglich. Aber jetzt wird das wieder ins Auge gefasst.
Ich habe für Guinness eine neue Pflegreiterin. Alex hat ein neues Pflegpferd näher bei ihr zu Hause gefunden. Nun kümmert sich Iris wöchentlich um Guinness und geht mit ihr ausreiten und in die Reitstunde. Ab und zu geht sie auch mit ihr und ihrer kleinen Tochter spatzieren. Ich bin froh, dass ich jemanden gefunden habe, der gern gemütlich ausreiten geht und Guinness bewegt.
Winter 2003 / 2004 Schon wieder Weihnachten. Nun sind es mehr als 4 Jahre, dass Guinness bei mir ist und bald 2 Jahre, dass Gryffindor auf der Welt ist. Die Zeit verfliegt nur so.. Ich arbeite jetzt intensiv mit Guinness im 4-Eck und wir machen rasant Fortschritte. Linksgaloppieren, was uns so lange Mühe bereitete, ist nun weniger ein Problem. Mittlerweile biegt sie sich auch schön und geht schon fast am Zügel (mehr als was sie macht - will ich eigentlich auch nicht). Ich habe die "Macke" angefangen, dass ich viel ohne Sattel ins Gelände gehe und auch ab und zu joggen gehe. Das tut sowohl Guinness als auch mir gut (ok - das joggen tut mehrheitlich mir gut). Das ohne Sattel reiten hat mir ein ganz neues Reitgefühl gegeben. Ich habe mir zwar etwas den Sitz versaut, aber ich fühle mich in jeder Situation wohl auf dem Pferd. Vor einigen Wochen haben wir sogar eine kurze Springlektion ohne Sattel absolviert.
Fast Neujahr ist uns der "Lacher" des Jahres passiert. Ich bin mit Guinness ausreiten gegangen und weil es sehr eisig ist, konnten wir nicht viel mehr als im Schritt durchs Gelände dümpeln. Damit sich Guinness aber doch noch ein wenig abreagieren konnte, bin ich nach 1,5 Stunden Gelände noch ein wenig ins 4-Eck. Zog ihr das Zaumzeug aus, hatte übersehen, dass der Zaun noch offen stand und wusch war meine (normalerweise stinkfaule) Guinness schon raus und trabte davon. Ich versuchte noch "Hoh - Steh" (was normalerweise immer funktioniert) und tatsächlich schaute sie sich noch kurz um und schien zu überlegen, ob ich nahe genug bin um wirklich was unternehmen zu können - war ich nicht. Also weiter auf und davon. Ich natürlich hinterher... Zum Glück sind wir nun öfters joggen gegangen und ich mochte meinem Pferdchen ein wenig schneller nach als früher. erläutere jetzt nicht genauer was ich ihr alles hinterher geschrieben habe... das wäre jetzt unjugendfrei ;) Im Stall wartete sie dann friedlich am Heu-fressen und schaute mich an als ob sie kein Wässerchen trüben könnte. Ich bin dann nochmals raus mit ihr ins 4-Eck, natürlich funktionierten jetzt alle "Hoh"- und "Hüh"-Befehle einwandfrei... Wie es sein muss in solchen Situationen sind wir natürlich vielen Leuten begegnet und wir waren der Lacher des Tages.
Gryffindor bin ich auch besuchen gegangen. Ich habe ihn das 1. Mal galoppieren sehen (es gab was zu fressen - ist ja klar). Die Herde wurde gerade in den Stall getrieben zur Fütterung. Schon auf den ersten Ruf des Stallmeisters hat er sich in Bewegung gesetzt und auf jeden Befehl reagiert. Er hält sich aus den Rangeleien raus, ich wurde aber informiert, dass er denoch in nichts nachstehe. Sein bester Freund ist noch immer der hübsche, braune Vollbluthengst. Schade, dass man sich nicht unzählbar Pferde leisten kann, sonst hätte ich wahrscheinlich bald noch einen braunen Vollblüter im Stall - nur damit ich die beiden nicht trennen muss. ;)
Sommer 2003
Gryffindor lasse ich jetzt einfach mal in Ruhe wachsen. Er ist mittlerweile kein solches "Drecksäuli" mehr, sondern sieht schon ganz gut aus (wie ein 1.5-jähriger halt so aussieht). Da wird sich definitv noch viel verändern bis er 4 Jahre alt ist. Als ich ihn das letzte Mal besuchen ging war es einfach zu heiss... deshalb werde ich wahrscheinlich niemals Fotos von ihm haben, auf denen er sich bewegt. ;) Die ganze Herde steht den ganzen Sommer möglichst unbeweglich rum (wenn es zu heiss ist, stehen sie drinnen im kühleren Stall). Gryffindor - wurde mir gesagt - sei einer der "Ranghöheren" und könne sich sehr gut durchsetzen... von der Mutter hat er das bestimmt nicht ;)
Anfang Juni haben Valentina und ich mit unseren Pferden (Guinni und Simi) einen Wanderritt unternommen. Wir wollten nach Frauenfeld, Amlikon über Mattwil, Lenggwil nach Kreuzlingen. Leider hat uns ein Sonnenstich meinerseits einen kräftigen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir mussten den Ritt bereits am 3. Tag abbrechen. Aber der Ritt durch die Allmend in Frauenfeld und entlang der Thur hat mir mehr als sehr gut gefallen. Das nächste Mal werden wir so etwas im Herbst planen (wenn es weniger heiss ist und vorallem weniger Brämen hat).
Aufgrund verschiedenster Umstände habe ich von März bis Mai 2003 Simi betreut. Was beudeutete, dass ich jeden Abend zu Simi geritten bin und ihn oder Guinness als Handpferd mit ins Gelände genommen habe. War sehr lehrreich für mich.
Dann habe ich mit Guinness noch an einer Zirkuslektion teilgenommen. Klappt schon ganz gut.. Wir können bereits Hufe geben durch "antippen" und die Basis-Sachen sind auch schon etwas haften geblieben... nur macht sie es nicht wirklich gerne und deshalb lassen wir es eher sein.
Winter 2002
Gryf fühlt sich pudelwohl. Ich besuche ihn einmal im Monat und es scheint, dass er mit jeden Mal noch dreckiger werden kann. Er hat eine Vorliebe sich in warmen Misthaufen zu drehen... und sieht dementsprechend aus... Ein richtiges Bob-Marley-Pferd - mit Rastalocken ;) Er ist noch immer sehr menschenbezogen, kommt wenn ich ihn rufe, lässt sich anfassen, gibt Hufe und hat sich anscheinend sehr gut in die Herde integriert. Ich denke, der etwas höhere Preis für die Fohlenweide ist in Ossingen mehr als berechtigt, da ich - so wie es aussieht - einen "wohlerzogenen" Hengst zurück bekomme.
Guinness geht es auch super. Sie ist wieder fitter und wir haben wir unseren alten Rhythmus. Wir haben eine neue Stallkollegin: Kathrin und Candy. Wir gehen nun immer öfter mit ihnen ausreiten. Candy ist zwar "en Büffel" aber Guinni und sie verstehen sich echt gut.
September 2002 Nach einigen wunderbaren Monaten war es an der Zeit, ihn in die Jungesellen-Truppe auf die Fohlenweide zu schicken. Es war kein Problem Gryf alleine zu verladen. Guinness machte auch keine Probleme, als wir ihn wegnahmen, da wir sie bereits darauf vorbereitet hatten (ich nahm Gryffindor öfters alleine mit ins Gelände spatzieren).
In Ossingen ankommen luden wir ihn aus und führten ihn in die Boxe zu den anderen Hengsten. Einige Besitzer hatten die Mütter mitgenommen und hatten jetzt einiges damit zu tun ihre tobenden Stuten zu beruhigen. Andere hatten ihre Fohlen - denke ich - nicht wirklich vorbereitet und zogen sich wehrende Hengste hintersich her. Gryff war einfach super. Er gehorchte aufs Wort und folgte mir überall hin. Als ich ihn aus der Herde nochmals rausnehmen sollte, ging ich rein, rief ihn und konnte ihn ohne Probleme wieder mitraus nehmen (brachte mir doch etwas Respekt ein, obwohl ich ja "nur" einen Tinker habe). Ich verliess ihn aber relativ schnell wieder, denn sein Wiehern nach seinem Mami ging mir durch und durch..
Einige Tage später war aber für ihn und Guinness die Welt wieder in Ordnung auch ohne einander (auch wenn sie - verständlicherweise - einige Tage nicht gut auf mich zu sprechen war).
August 2002
Zuchtschau in Gettnau Hängerfahren an die Zuchtschau war kein Problem. Wenn Mami reingeht - kann es ja nicht so schlimm sein. Nur das Waschen vor der Zuchtschau war ein Theater (Wasser ist soo nass und tönt ja auch sehr komisch).
Die Fahrt ins Luzernische nahmen meine beiden Tinker gelassen. Dort angekommen schauten sie sich mal um und fanden alles nicht so schlimm. Wir konnten relativ direkt zum Veterinär, wo Gryffindor gebrannt, gechipt und seine Merkmale erfasst wurden. Brennen bzw. Trockeneis war nicht schlimm, er schien noch nicht mal was zu merken, aber bei der Spritze mit dem Chip - das war dann doch zuviel. Da überlegte er sich zweimal, ob er zu dem Typ nochmals hin wollte. Die Vorführung war auch zu unserer Zufriedenheit. Er zeigte sich von seiner besten Seite.
Mit einer (meiner Meinung nach) guten Note von 7.0 wurde er sogar Klassensieger. Wir waren jedoch nach diesem anstrengenden Tag froh, wieder nach Hause zu können. Die Meinung einer anderen Tinkerzüchterin, dass meine Tinker gar nichts "züchtenswertes" sind, war mir nach diesem Tag egal... Schliesslich musste sie auch bei der Körung von Gryfs Vater sagen, dass der nichts sei - und er wurde mit der Note von 8.0 Tagessieger aller Rassen!
Sommer 2002
Gleich nach der Geburt machte ich mich auf die Suche nach einer Weide für den kleinen Hengst. Es war schwieriger als gedacht, da Hengste nicht überall genommen werden. Ich wollte Gryf auch nicht irgendwo in die Berge geben, wo er jahrelang keine Menschenseele mehr sieht. Nach einigen Besuchen, fand ich dann die Weide; die Fohlenweide in Ossingen. Um ihn optimal darauf vorzubereiten, lernte er Hufe geben, Halfter tragen, am Strick mit ins Gelände gehen, sich waschen und putzen lassen (die Duschen im Hochsommer lernte auch er irgendwann schätzen).. alles was ein Fohlen können muss. Er ging täglich mit spatzieren (manchmal nur bis auf die Weide), lernte Befehle befolgen, dass man seine Besitzerin nicht einfach in den Oberarm beissen darf, dass Steigen nicht gerne gesehen wird, dass er nicht einfach mit Chelestina von der Weide abhauen darf (die beiden lernten zwischen dem Elektrohaag durchspringen - egal ob die Mutter hinterherwiehert oder nicht - schliesslich kommen sie ja wieder zurück!)….
Frühling 2002
Es war wunderschön, den Kleinen aufwachsen zu sehen. Zusammen mit Chelestina, hatte er eine schöne Zeit auf unseren Weiden. Die Mütter gewöhnten sich mit der Zeit auch aneinander (waren sehr unterschiedliche Charaktere). Zur Abwechslung nahm ich Gryffindor ab und zu mit ins Gelände, schliesslich sollte er doch etwas von der Welt sehen.
Nach einigen Tagen Ruhe, nahm ich Guinness das erste Mal wieder raus zum Ausreiten. Es war zwar ein riesen Theater (mein Pferd stieg das erste Mal), aber ich zog das durch. Sie musste 10 Min. mit mir raus. Das hört sich ev. hart an, aber ich fand es besser, wenn sich Gryffindor als Baby daran gewöhnt kurz alleine zu sein (und Guinness auch). In dem Alter war er noch nicht in der Lage sich so zu wehren, dass er sich selbst verletzen konnte. Er wieherte ihr einfach hinterher und als sie nach 10 Min. wieder da war, war die Welt wieder ok. Dieser Rhythmus wurde dann immer mehr gesteigert und sie lernten, dass sie nur kurz getrennt werden und beiden schien es mit der Zeit nichts mehr auszumachen. Ich bin überzeugt, dass er davon keinen Schaden davongetragen hat. Ich fand es auf jeden Fall besser für die bevorstehende Trennung (nach 6 Monaten), dass sich beide schon gewöhnt sind. Das hat sich auch bewahrheitet.
9. April 2002 Nachdem ich bereits wochenlang jeden Morgen vor dem Arbeiten erfolglos im Stall vorbeigesehen hatte, läutete um 6.30 Uhr das Telefon und ich erhielt die langersehnte Nachricht, dass das Fohlen nun da sei. Bereits 5 Min. später war ich im Stall und da stand er: Gryffindor.
Guinness verhielt sich (wider Erwarten) überhaupt nicht abweisend - sie liess mich mit ihrem Fohlen spielen und sie schien auch nichts gegen die Streicheleinheiten zu haben. Die Geburt schien sie nicht speziell mitgenommen zu haben, auch wenn Gryffindor am ersten Tag schon so gross war wie das 1-monatige Fohlen nebenan (Vollblutstütchen). Wir trennten die beiden gleich für einige Minuten, dass wir Guinness kurz waschen konnten und Gryffindor war sowieso noch zu schwach sich zu wehren. So lernte er gleich, dass sein Mami wieder zu ihm zurück kommt.
Herbst / Winter 2001 Die Trächtigkeit verlief problemlos, trotzdem ritt ich Guinness in den letzten Monaten praktisch nicht mehr und nahm sie als Handpferd mit ins Gelände oder ging stundenlang mit ihr spatzieren... Während der Trächtigkeitspause ritt ich zudem noch eine Freibergerstute (war einmal Miss Schweiz!). Mit dieser habe ich auch noch an einer Dressurprüfung teilgenommen. Machte Spass mal ein ganz anderes Pferd zu reiten... hat mir auf alle fälle nichts geschadet. Die letzten Wochen vor der Geburt verwandelte sich Guinness in eine kleine Tonne und wurde richtig anhänglich. Auch wenn ich sie nicht mehr reiten konnte - genoss ich die Trächtigkeit sehr. Die Spatziergänge, Bodenarbeitlektionen und ruhigen Ausritte taten uns beiden sehr gut. Ev. täuschte es mich auch, aber ich hatte das Gefühl, dass sie einen richtig mütterlichen Ausdruck erhielt.
Sommer 2001
Verbrachte ich während 3 Monaten in England (Guinness hatte weidepause). Das Land hat mir sehr gut gefallen, aber Hastings fand ich fürchterlich. Überfälle und Drogendelickte gehören dort zum normalen Alltag.
Ein gutes hatte der Aufenthalt: Ich fand einen Reitstall! Dort hatte ich die Möglichkeit einen sehr guten Welsh-Cob zu reiten und mich mal in eine andere Reitweise reinzufühlen. Ich bekam sehr guten Dressurunterricht, der sich von der deutschen Reitweise extrem unterscheidet und durfte bei einer der besten englischen Militaryreiterinnen in den Springunterricht. War hart aber lehrreich. Etwas komisches muss ich aber noch erzählen. Die hatten da einen wunderschönen Haflinger "Caramel". Ein Privatpferd, das vorübergehend im Unterricht lief. Ich fragte, ob ich den im Unterricht reiten dürfe. Nein - der gehe ins Gelände, sei ein Anfängerpferd und nur zum Ausreiten gut. Springen tu der mit niemandem. Ich setzte meinen Kopf durch und es war hart. Doch als ich ihm klar sagte, was und vorallem, dass ich es will - machte er es. Von da an hatte ich es auch als Auswärtige einfach. Ich durfte "meinen" Caramel reiten. Es stellte sich sogar heraus, dass er traviersieren konnte und dressurmässig sehr gut gearbeitet war - das zum Thema: ist nur so eine "Berg-Rasse" ;) Dafür erhielt ich Ende meines Aufenthalts extra einen Flots "grösste Fortschritte innert kürzester Zeit" ...
Im Sommer 2001 hatte ich zudem die Idee, dass sie als typisches Fahrpferd eigentlich lernen könnte eine Kutsche zu ziehen. Kurzentschlossen brachten wir ihr alles bei (Grundausbildung ging über Wochen hinweg). Zuerst lernte sie einen Reifen ziehen, Stangen an ihrer Seite zu dulden, auf Stimmbefehle zu reagieren, strafende und belohnde Gertenhilfen, bis sie dann endlich eingespannt wurde. (Ein Bereiter / Berufskutscher hatte ihre Ausbildung übernommen.) Ich kaufte mir eine Jagdkutsche mit Scheibenbremsen und allem schnick-schnack und wir fingen einfach mal an mit fahren. 2002 kaufte ich mir noch einen Sulky dazu (für das Ausdauertraining) und absolvierte das Fahrbrevet (das Reiterbrevet hatte ich schon länger). Wir fahren nun mehr oder weniger regelmässig aus und haben viel Freude daran. Ich geniesse vor allem, dass man beim Fahren auch Nichtreiter mitnehmen kann…
Frühling 2001 entschied ich, dass ich Guinness dermassen toll finde, dass ich unbedingt ein Fohlen von ihr wollte. Allerdings wollte ich das ganze auch von einer professionellen Seite angeschaut haben - diverse Händler und Züchter meinten, dass ich mit diesem Pferd züchten sollte (schliesslich wollte ich ja nicht etwas "schlechtes" züchten, das ich niemals verkaufen könnte). Gedacht getan, schliesslich wollte ich nicht noch lange warten, da sie nicht jünger wird und ich auch noch bis zu 5 Jahren warten musste bis das Fohlen geritten werden kan n.
Ich reiste an eine Hengstshow und sah dort einen Tinkerhengst im Vanner-Typ. Dieser wollte mir jedoch nicht gefallen (auch wenn es der einzige Tinkerhengst im HB1 in der Schweiz war/ist). Ich suchte weiter und fand Billy (HB2), einen schönen Tinkerponyhengst mit flüssigen, runden Bewegungen und einem guten Charakter.
Zudem haben wir wieder an der Oberembracher Fuchsjagd teilgenommen. Dieses Jahr ging es besser, weil ich schon wusste, dass Guinness aufdrehen wird unter so vielen Pferden. War ein super Erlebnis.
1999 - 2000
Silvester 99 war der grosse Lothar-Sturm. Wir hatten einen Stallausritt geplant und Guini lernte gleich als erstes springen. In der Gruppe sprang sie den vorderen über alle Hindernisse nach und schien sogar Spass daran zu haben. Nur war es etwas viel für den Anfang. Guinness entwickelte sich aber prächtig, bekam zügig eine gute Kondition. Schnell wird sie wahrscheinlich nie werden, aber sie ist dafür in ihrem Tempo ausdauernd. Die Dressur-Grundausbildung sass auch rasch und springen lernen wir immer noch. Das wichtigste für mich ist aber, dass sie im Gelände zuverlässig und ruhig ist.
Zudem haben wir 2000 an der Oberembracher Fuchsjadg teilgenommen. War ein super gutes Erlebnis, wir lernten in grossen Feldern zu galoppieren und ich lernte Guinness mal von ihrer tempramentvollen Seite kennen.
Sommer / Winter 1999 Nach bestandener Lehrabschlussprüfung hatte ich mich definitiv entschlossen mir ein Pferd anzuschaffen. Den ersten Tinker, den ich geritten bin, Billy, konnte ich leider nicht kaufen, seine neuen Besitzer gaben ihn nicht mehr her. Aber für mich stand von dem Augenblick fest, dass mein Pferd ein Tinker sein muss. Nur war das damals nicht so einfach. Ich reiste in der Schweiz zu vielen Händlern und sah einiges (zum Glück hatte ich immer jemanden dabei, der mir von Mitleidskäufen abriet!)... schlussendlich landete ich dann bei einer Händlerin im Jura und fand dort am 12. Dezember 1999 meine Guinness. Die Kaufverhandlung war alles andere als wie ich es gerne hätte. Es stürmte und die Weiden standen unter Wasser. An Probereiten war unter diesen Verhältnissen nicht zu denken. Nur war das damals nicht so einfach. Ich reiste in der Schweiz zu vielen Händlern und sah einiges (zum Glück hatte ich immer jemanden dabei, der mir von Mitleidskäufen abriet!)... Mir wurden zwei Stuten gezeigt, beide angeblich 7-jährig. Eine wunderschön geputze schwarz-weisse Stute mit langem Behang und einem wachem Blick und eine sehr dreckige, apathisch wirkende ebenfalls schwarz-weisse Stute (unter dem Dreck sollte irgendwo eine Scheckung sein). Die apathische habe einen schlechten bzw. schwierigen Charakter, sei stur und faul. Die andere sehr lieb, fleissig... einfach ein toller Tinker. Wie das Leben so spielt - gefiel mir die sture, dreckige Stute besser und obwohl die Verkäuferin über meine Entscheidung verwundert schien und mich umzustimmen versuchte - kaufte ich meine Guinness (die damals noch Daisy hiess). Diese nahm mich nicht weiter zur Kenntnis und schien sich auch nicht dafür zu interessieren was um sie herum passierte. Beste Vorraussetzungen für eine gute Freundschaft! Draussen wurde ohne Sattel, nach einigen Versuchen, noch ein Mädchen auf ihren Rücken geworfen und sie einige Male durch den Round Pen gejagt (sie hatte meiner Meinung nach keine Ahnung was man von ihr wollte). Zuhause stellte ich fest, dass "geritten und gefahren" doch eine Übertreibung war. Beim 1. Mal satteln schien mir "keine Ahnung von irgendetwas" realistischer. Zudem meinte mein Tierarzt: "mind. 12 Jahre alt - eher älter".. ich war wütend und wollte sie während der monatigen Probezeit zurückgeben. Die Verkäuferin ging nicht darauf ein und schickte einen Experten zur Altersbestimmung - welcher die Angaben des TA bestätigte. Durch diese Verzögerung hatte ich Guinness schon zwei Wochen und hatte noch nie ein so ruhiges Pferd erlebt. Egal was passierte - sie blieb stehen und schaute sich alles erstmal in Ruhe an. Ich gab sie nicht mehr her. Das war jetzt mein Pferd.